Stolpersteine - Freiwillige
Zivilcourage?
Erneut sollen in Gladbeck sogenannte Stolpersteine in Erinnerung an ums Leben
gekommene Juden und Kommunisten verlegt werden. Dies geschah bereits einmal in
diesem Jahr, wobei sich die Zeitungen überschlugen mit der ,,überwältigenden
Anteilnahme" der Bürgerinnen und Bürger. Fotos und Videos hingegen bewiesen,
dass die Verlegung zur Schulzeit innerhalb der Woche stattfand, und auch
ausschließlich Schüler zugegen waren. Ob diese wohl früher frei hatten und
freiwillig vor Ort waren? - Wer es glaubt, wird selig.
Auch dieses Mal verzichtet man auf freiwillige ,,Zivilcourage" und nötigt alle Gladbecker Schulen zur Teilnahme. So sehen sich nun verschiedene Schulklassen genötigt in einem gewissen Zeitrahmen Namen auszusuchen, sowie die richtigen Orte für die Verlegung zu nennen. Die Verlegung wird dann erneut innerhalb der Schulzeit mit einer breiten Masse an interessierten Schülerinnen und Schüler, die genötigt wurden teilzunehmen, stattfinden. Interessiert sind die Schüler allerdings nur an einer Sache - dem Ende.
Die Lehrer scheinen indes ganz eigene Fortbildungsprogramme hinsichtlich der richtigen Geschichtsverarbeitung absolviert zu haben, und Fragen der Schülerschaft in wie fern und wann man denn Steine für die eigenen Großväter die an der Front oder im alliierten Bomben- und Feuersturm ums Leben kamen legen dürfe, werden blockiert und mit jeweils gleichem Tonlaut beantwortet: Unsere Großväter sind Mörder, keine Opfer.
Ein Volk, welches seine Ahnen nicht ehrt und seine Geschichte verleugnet, hat auch keine Zukunft!
Ruhm und Ehre unseren Großvätern - Ruhm und Ehre der deutschen Wehrmacht!