Gladbeck: Heldengedenken zum Volkstrauertag 2009
Am heutigen Samstag, einen Tag vor dem Volkstrauertag, versammelten sich rund 30 volkstreue Deutsche in Gladbeck am Ehrenmal im Wittringer Wald, um all jenen zu gedenken, die im Kampf um Deutschland und Europa fielen.
Lange nach Einbruch der Dunkelheit versammelten wir uns am Wasserschloss, um von hier aus in Zweierreihen geschlossen, mit Fackeln und Fahnen, zum Ehrenmal zu marschieren. Als wir um die letzte Ecke bogen, lag das imposante Ehrenmal bereits gut sichtbar vor uns. Bereits in Kerzenschein eingehüllt bahnten wir uns den Weg weiter empor bis ins Innere. Dort angekommen nahmen wir kreisförmig Aufstellung um den steinernen Soldatenkopf herum, der nicht nur Symbol sondern auch Mahnung sein soll. Hier ruhen die gefallenen Helden des ersten und zweiten Weltkrieges.
Es begann sogleich ein regionaler Aktivist mit seiner Rede, in der er sich vor allem den europäischen Freiwilligenverbänden widmete, sowie dem Kessel von Stalingrad, in dem 150.000 deutsche und rumänische Soldaten durch Kampf, aber auch Hunger und Kälte, starben. Weitere ca. 100.000 starben in der sowjetischen Gefangenschaft. Doch zuvor hielten sie dem Bollwerk aus mehr als 1,5 Millionen russischen Soldaten stand, und töteten rund eine Millionen von ihnen. Nachfolgend wurde das Gedicht ,,Ewig lebt der Totentatenruhm“ vorgetragen.
Anschließend kam es noch zu zwei weiteren Redebeiträgen, die sich dem Leid der Soldaten, der Vertriebenen aber auch der restlichen Zivilgesellschaft im Kriege widmeten. Dieser Tag sollte aber nicht nur Zeit geben, um den Opfern zu gedenken, sondern auch um uns deutlich vor Augen zu führen wo unsere Aufgaben liegen. Wo jene tapferen Helden ihr Leben für gaben, muss es uns heute höchste Verpflichtung sein weiter für eben jenes zu kämpfen.
Kurz vor Ende der letzten Rede erhellten Scheinwerfer die Umgebung. Mehrere Polizeiwagen säumten das Denkmal, das tief im Wald gelegen und nur durch Wanderwege zu erreichen ist. Noch während ein Kamerad seine Rede beendete, ertönten die ersten Ansagen seitens der Staatsmacht, die sich fragend an die Aktivisten wandte, was denn hier vor sich ginge. Da das Gedenken noch nicht beendet war, und wir, im Gegensatz zu der hiesigen Polizei, Respekt und Hochachtung gegenüber der Totenruhe haben, beschlossen wir nicht zu antworten, sondern unser Gedenken still und pflichtgemäß zu beenden. Daher zündete man die letzten Kerzen an, bevor man mit Fackeln und Fahnen Aufstellung nahm, um mit dem Lied ,,Ein junges Volk“ abzumarschieren. Wenige Meter vom Denkmal entfernt griffen die Polizisten einzelnen Aktivisten heraus, sodass ein Weitergehen nicht möglich gewesen wäre. Da wir uns aber nun nicht mehr im Denkmal befanden, konnten wir unser Gedenken als erfolgreich abgeschlossen betrachten und uns dem lästigen Teil des Abends zuwenden.
Sofort forderten die ca. sechs Beamten die Ausweise der Anwesenden, nachdem man dies verweigerte, gab der Einsatzleiter per Funk den Spruch: ,,Schickt alles was ihr habt“ heraus. In der Hoffnung dass diese Einschüchterung Erfolg zeigen würde. Jedoch benötigte es erst 8 weitere Streifenwagen, dass diese Maßnahme vollzogen werden konnte. So standen wir, im Scheinwerferlicht der Fahrzeuge, tief in einem Wald zusammen gekesselt zwischen Sträuchern und einem See. Ein, für wohl alle, neues Erlebnis, dass aber nicht für wenig Heiterkeit sorgte. Wenn so etwas schon sein muss, dann doch in der Natur, schöner geht es nicht.
Nach ca. 30 Minuten, und dem Ankommen eines neuen Einsatzleiters, der deutlich machte wie wenig Lust er hätte nun weitere Maßnahmen gegen uns einzuleiten, und er auch keine Versammlung sehe, wenn wir nicht der Meinung wären dass wir eine vollzogen würden, konnten wir geschlossen den Rückweg antreten.
Alles in allem ein beeindruckendes Heldengedenken, in Front eines imposanten Denkmals. Wir konnten, trotz Polizei und Staatschutz, unser Gedenken still und diszipliniert zu Ende bringen.
Ewig lebt der Totentatenruhm!