Gladbeck: Die Linke vor der Wahl – Verbrecher-Verehrung und Stasi-Methoden

Normalerweise übt sich die Linke darin bürgerlich zu erscheinen und schein-revolutionäre Forderungen alltagstauglich zu machen. Gerade der Gladbecker Frontmann Ralf Michalowsky ist hierbei ein Vorzeigeexemplar. Immer unterwegs, immer schlicht und sauber gekleidet und einen tröstenden Spruch auf der Lippe. Ob nun beim Luftballon verteilen an Kleinkinder, bei der Hartz-4-Beratung oder im Stadtrat. Aber das Image der Partei und seiner Person bröckelt.

 

Erst wurde vor wenigen Wochen bekannt, dass Michalowsky vor einigen Jahren im Bottroper Stadtverband der Linken für Stasi-Methoden verantwortlich war. Auf seine Anweisungen hin wurden Neumitglieder beschattet und abgehört, Gespräche und Treffen an öffentlichen Plätzen beobachtet und dokumentiert. Nun wurde bekannt dass Michalowsky zudem jahrelang eine Miniaturfigur des russischen Bolschewiken Felix Dserschinski auf seinem Klavier stehen hatten. Bei Dserschinski handelt es sich nicht um irgendeinen Bolschewiken, sondern um den Chef der Tscheka/KGB/GPU, die ihrer zeit berüchtigte sowjetische Geheimdienste darstellten.

 

Fern ab dieser regionalen Enthüllungen, verliert auch die Landes- und Bundespartei weiter an Glaubwürdigkeit. Die Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht, laut Eigenangaben Kommunistin und früheres Mitglied der kommunistischen Plattform, wurde in einem Restaurant angetroffen – nicht irgendein Restaurant. Ein Gourmet-Restaurant, und Hummer stand auf dem Tisch, an dem Wagenknecht mit ihrem Ehemann, einem Kapitalanlageberater, zu Abend aß. Nicht zu verwundern brauch ihre Aussage bei einer Gladbecker Wahlkampfveranstaltung 2009 – das Finanzsystem ist nicht die Wurzel allen Übels!

 

Ansonsten glänzt die Linke regional durch Zerwürfnisse, Neid und Zwietracht. Ob in Gelsenkirchen, Gladbeck oder Bochum. Immer mehr Populisten finden ihren Weg in die Partei, weil die junge Partei einen schnellen Aufstieg verspricht – die durch Wahlergebnisse erkämpften Mandate und Posten müssen besetzt werden.

 

Wir sehen gelassen zu wie die Linke von einer radikalen Alternative zu einem weichgespülten Haufen wird, unterlaufen von den Geistern die sie rief. So passt die Linke gut ins Parteienbild – verschiedene Namen, aber gleiche Ansichten.